Teambericht Ostern 09
oder hinter jedem XC Punkt steckt eine Geschichte

Startplatz Ebenalp

Erfolg im XC Wettbewerb kann nicht nur erflogen werden, nein heutzutage ist der Erfolg an das Taktieren und die personaltaktische Raffinesse geknüpft.


Bei der letzten Teambesprechung wurde eine ganz neue und wie sich herausstellen sollte, eine erfolgreiche Variante entwickelt. Als erstes galt es, dass Gerücht der Trennung vom Sportl. Leiter ganz sanft unter „Insidern“ zu streuen, dann wurden die Wettervorhersagen dahingehend manipuliert, dass im Schwarzwald mit schlechtem Flugwetter zu rechnen sei. Gleichzeitig wurden die Hammertage in den östlichen Südalpen gepusht (Dank nochmals an S. Hörmann) um einen direkten Konkurrenten aus dem Schwarzwald (Heue) mit in den Süden zu locken. Somit war der Weg für den Adläir im Schwarzwald freigeräumt.

1. Flugtag 09.04.2009 in Greifenburg
Der erste Schachzug war den Mitkonkurrenten Harry,M. mit unserer Flugtaktik zu verwirren, indem wir verschiedene Täler anflogen. Meine Aufgabe war es den Lockvogel zu spielen und Harry in eine Sackgasse zu locken, das gelang mir so gut, dass ich mich selbst in diesem Tal versenkte, während Big Bömb freien Flug über Silian hatte und auch noch beinahe die Kreuzeckgruppe umrunden konnte. Harry landete an diesem Tag infolge seiner „Verwirrung“ bei den Segelfliegern in Lienz.

2. Flugtag 10.04.2009 in Greifenburg
Nun war es Big Bömb der den Lockvogel spielen musste. An diesem Tag wurde die Windstärke etwas nach oben gepusht (Dank an Austra Control). Mit mehreren lufttaktischen Manövern gelang es Big Bömb den Mitkonkurrenten Harry so zu beeindrucken, dass dieser aus vermeintlichen Sicherheitsgründen „vernünftigerweise“ zum Landen ging. Leider ging Big Bömb so sehr in seiner Aufgabe auf, so dass er wenige Zeit später selbst am Boden stand. Schalten wir nun aber auf das Geschehen im Schwarzwald. Hier konnte Adläir mit einem hervorragenden Flug fast bis nach Oppenau punkten. Die Rechnung sollte also an diesem Tag wieder aufgehen, da auch Peti an diesem Tag die Kreuzeckgruppe in Ruhe in Angriff nehmen konnte.

3. Flugtag 11.04.2009 in Greifenburg
An diesem Tag gingen wir so stark in unserem Taktieren auf und fanden dann nicht mehr die Zeit zum Fliegen.

4. Flugtag 12.04.2009 im Pinzgau
Da wir Harry mittlerweile dann doch ganz liebgewonnen hatten (umgekehrtes Stockholmsymptom-die sich entwickelte Sympathie mit dem Entführer) entschieden wir uns an diesem Tag keine psychologischen Tricks anzuwenden. So durfte jeder „unbehelligt“ in diesem weiten Tal umherfliegen. Leider sollte uns an diesem Tag das Glück nicht hold sein, da Big Bömb zwar 130 km geflogen ist, das GPS aber nur die Hälfte des Fluges regulär aufzeichnete, die andere Hälfte verbrachte Big Bömb laut GPS im All. Dem Protest beim DHV wurde wegen illegalem Aufenthalt im Weltraum nicht stattgegeben. Bei Bömbi hat sich aber die NASA für die nächste Woche zu einem „Gedankenaustausch“ angemeldet. Wir hoffen inständig, dass hier keine Abwerbeversuche (jetzt da er endlich wieder gescheit fliegt) unternommen werden. Am Abend beschlossen wir etwas unter Freunden in Rauris zu entspannen, leider gelang uns das auch wieder so intensiv, dass der eigentlich 5. Flugtag zum Reisetag wurde.

Resümee: Unser Plan ging mit einem hübschen Körbchen voller Punkte auf und mit neuen taktischen Spielzügen darf weiterhin gerechnet werden!


Danke fürs lesen...
Peti S.







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